Der Wittfelder Hof stellt um auf biologische Landwirtschaft!

  • Biozertifizierung durch Bioland ab vorraussichtlich 2020
  • in der Tierhaltung
  • im Obstanbau
  • im Ackerbau
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Die Sauenhaltung ist der Schwerpunkt des Betriebes

Über unsere Schweine und Ferkel

Seit Bestehen des Hofes züchten und mästen wir Schweine in Gruppen von max. 30 Tieren. Insgesamt halten wir ca. 280 Sauen. Hinzu kommen noch ca. 1400 Ferkel, die wir nicht alle selbst aufziehen, sondern an andere Mäster weiterverkaufen. Die von uns gemästeten Tiere dienen ausschließlich der Direktvermarktung in unserem Hofladen. Das gibt Ihnen die Sicherheit, dass das Fleisch welches Sie bei uns beziehen, auch ausschließlich auf unserem Hof erzeugt wurde.

  • Unser Betrieb ist QS-zertifiziert und wird kontinuierlich von QS-Kontrolleuren geprüft
  • Regelmäßige Futterkontrollen durch Tiergesundheitsdienst und Veterinäramt
  • Aus selbst angebauten Getreide und Mineralstoffen mischen wir frisches Futter höchster Qualität
  • Ankauf von Eiweißkomponenten, die wir selbst nicht anbauen können und Mineralstoffe von ständig kontrollierten und zertifizierten Zulieferbetrieben

Haltung und Pflege

Jede Sau kann im Durchschnitt 2,5 Mal pro Jahr ferkeln.  Wir teilen unseren Sauen in Gruppen von 24-30 Tieren, die im Abstand von zwei Wochen nach einer Trächtigkeitsdauer von +/- 114 Tagen,   in speziellen Buchten abferklen.

Jede Sau bekommt pro Wurf etwa 10-12 Ferkel. In den Abferkelbuchten haben die Sauen zusätzliche Tränken, die sie auch im Liegen benutzen können. Die Ferkel haben geheizte Liegenester um nicht auszukühlen und einen besonders trittsicheren Fußboden, um schnell ans Euter der Sau zu gelangen.

Während der Geburten versuchen wir stets anwesend zu sein um bei Geburtsverzögerungen oder anderen Problemen, wie unterkühlten Ferkeln, schnelle Hilfe leisten zu können. Gerade nach der Geburt sind die Sauen noch geschwächt und unvorsichtig und benötigen unsere Aufmerksamkeit.

Die Ferkel bleiben 21-28 Tage bei der Sau. In dieser Zeit legen sie das Vierfache ihres Geburtsgewichtes zu. Zusätzlich zu der Muttermilch werden die Ferkel in dieser Zeit mit spezieller Milch und Ferkelaufzuchtfutter angefüttert. Anschließend kommen die Ferkel mehrerer Würfe in spezielle Aufzuchtställe (Flatdecks). Diese sind auf mollige 30C° geheizt um den Ferkeln optimale Startbedingungen zu bieten.

In den ersten beiden Wochen wird den Ferkeln mehrmals täglich frisches Futter angemischt und in kleinen Trögen serviert. Nach und nach bekommen die Ferkel nun Futter an speziellen Breiautomaten die Futter und Wasser zu einem schmackhaften Futterbrei  mischen, den die Tiere gerne fressen. Nach etwa 84 Tagen haben die meisten Ferkel ihr Verkaufsgewicht von 30 kg erreicht und verlassen unseren Hof.

90 % der Ferkel verkaufen wir mit 30 kg an zwei Mäster. Bei ihnen werden die Tiere bis zu einem Gewicht von 120 kg gemästet. Mit einem Alter von knapp 7 Monaten werden sie zum Schlachthof oder Metzger geliefert. Die nicht verkauften Tiere mästen wir selber. Dazu kommen die Schweine in so genannte „Hütten“ die mit Stroh eingestreut sind und so auch im Winter die Tiere warm halten. Nachdem die Sauen abgesetzt wurden, kommen sie erst einmal in Kastenstände, in denen sie sich erholen können.

Nach fünf Tagen werden die Sauen besamt (mit portioniertem Ebersperma) oder vom Eber belegt. Wenn alles geklappt, hat stellt sich nach 21 Tagen bei der Ultraschallkontrolle die Trächtigkeit heraus und die Sauen werden in Gruppen von 10 – 20 Tieren in Freilaufbuchten umgestallt. Dort bleiben sie nun bis zum nächsten Abferkeltermin.

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Der Stall

Inhalt folgt

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Frische Eier und Geflügelfleisch

Legehennen und Masthähnchen

Während unserer Legehennen Sie mir frischen Eiern versorgen, liefern unsere Masthähnchen zartes und schmackhaftes Fleisch. Beide kommen als Jungtiere zu uns auf den Hof und leben in getrennten Gruppen von ca. 300 Tieren. Schon jetzt verfügem Sie über mehr Auslauf, als gesetzlich vorgeschrieben.

  • Verwendung von ausschließlich eigenem Futter mit hohem Maisanteil
  • Sinnvoller Auslauf nach Bedarf
  • Legehennenhaltung im Mobilstall

Haltung und Pflege der Legehennen

Im Betrieb halten wir zur Zeit etwa 300 – 500 Legehennen in Freilandhaltung bzw. Bodenhaltung mit Auslauf.

Natürlich haben unsere Tiere Auslauf (soweit es die Witterung zulässt) und eine große Wiese zum Ausleben ihres natürlichen Verhaltens. Eine Henne kommt zu uns, wenn sie 18 Wochen alt ist. Dann legen die Hennen noch keine Eier. Wir geben Ihnen noch etwa 28 Tage Zeit, sich an uns und die neue Umgebung zu gewöhnen, bevor die Tiere mit dem Legen beginnen. Je nach Haltung (Mauser oder nicht) legt eine Henne nun 45 bis 70 Wochen lang Eier. Die erste Zeit meist nur S- und M- Eier, erst nach etwa 2 – 3 Monaten werden die Eier größer und zählen zur Klasse L.

Die Eiergröße und Eierzahl ist stark genetisch geprägt, wogegen die Dotterfarbe und der Geschmack vom Futter beeinflusst wird. Wir füttern deshalb nur eigenes Futter mit hohem Maisanteil. Mais enthält besonders viele farbunterstützende Komponenten und Linolsäure, die für die Eierproduktion der Henne gebraucht wird.

Unsere Hennen leben einen strikten Tagesrhytmus, der optimalerweise Sommer wie Winter 14 Stunden betragen sollte. Jede Abweichung bedeutet Stress für die Tiere und hat weniger Eier zur Folge. Wenn die Tiere morgens durch die ersten Sonnenstrahlen geweckt werden, beginnen sie Ihren Tag mit der Wasser- und Futteraufnahme. Etwa 2 Stunden nach dem Aufwachen beginnen die ersten Tiere mit der Eiablage. Die beste Legezeit für Hennen ist der frühe Morgen bis kurz vor Mittag. Dazu fliegen die Tiere in ihre Legenester, die jeweils nur einem Tier Platz bieten, um ungestört zu sein. Über den Morgen verteilt legen etwa 4 Hennen ihre Eier im gleichen Nest. Der übrige Tag wird von den Tieren mit fressen, laufen, scharren und baden verbracht.

Ein großes Problem der Freilandhaltung ist die Tiergesundheit, weil die Tiere im Außenbereich Kontakt zu Vögeln und deren Krankheitserregern haben und ebenso zu bodenbürtigen Erregern. Daher wäre es für die Hennen am besten nicht bei nasskalter oder sehr feuchter Witterung in den Auslauf zu gelangen. Um die Tiere vor Krankheiten und somit die Eier vor unerwünschten Einflüssen zu bewahren haben wir uns inzwischen gegen die „gesetzliche Freilandhaltung“ entschieden, die laut Gesetz einen ständigen uneingeschränkten Zugang zum Auslauf vorsieht.

Wir geben unseren Legehennen wann immer möglich und sinnvoll die Möglichkeit den Auslauf zu nutzen. Das heißt für die Tiere Freilandhaltung für unsere Eier; „Bodenhaltung mit Auslauf“.

Mobilstall:
Wir haben uns für einen Mobilstall entschieden. Dieser steht auf vier Kufen und wird regelmäßig mit dem Schlepper an einen neuen Ort gezogen. Durch das wechseln des Standplatzes haben unsere Hennen wieder neues Gras, einen hygienisch einwandfreien Auslauf und das Problem der Verschlammung vor dem Stall wird weitgehend vermieden.

Diese Haltung ist natürlich mit mehr Arbeit und Zeit verbunden. Ob es das Freihalten der Wasserleitungen im Winter ist oder das Absichern des Stalles gegen Raubtiere wie Marder und Füchse. Auch das Füttern kann nicht stationär über Silos und Fütterungssysteme erfolgen, sondern bleibt Handarbeit.

Saisonal vor Weihnachten und Ostern

Rind- und Lammfleisch

Auf unseren Weideflächen halten wir eine kleine Gruppe Rinder, sowie eine Gruppe Schafe. Sie halten auf natürliche Weise unsere Grasflächen im Gleichgewicht. Die Rinder sind zum Teil behornt und dienen ausschließlich der Fleischproduktion. Um die Schafherde nicht allzu groß werden zu lassen, wird meist im Herbst auch ein Teil der Lämmer verkauft.

Haltung und Pflege der Schafe und Lämmer

Vor einigen Jahren begannen wir mit 5 Schafen und einem Bock eine Hobbyschafhaltung.

Nachdem sich die Herde jährlich mehrte, haben wir inzwischen etwa 20 Schafe und Lämmer. Jedes Jahr von Anfang Januar bis Ende März wächst die Herde durch neue Lämmer aller Farben. Übers Jahr halten die Schafe die Wiesen rund um den Hof kurz, bevor im Herbst und Winter die Bocklämmer den Weg zum Metzger antreten.

Über den Winter werden meist nur die Muttertiere und spät geborene Lämmer gehalten. Für die Winterfütterung sind Vorräte an Heu und Grassilage angelegt worden.

Unsere Schafe wachsen rein natürlich auf mit viel frischem Gras und bestem Heu. Wenn möglich lassen wir die Herde übers ganze Jahr zusammen (Junge und Alte) und so lange draußen, wie es die Witterung zu lässt.

Raus auf´s Feld

Der Ackerbau

Wir bewirtschaften rund 75 ha Ackerland im Umkreis von 5 km um den Hof. Die Böden reichen von sandigen trockenen Standorten bis hin zu feuchten lehmigen. Wir bauen hauptsächlich Getreide, Weizen, Gerste und Mais zu eigenen Futterzwecken an, außerdem Zuckerrüben für die zur Herstellung von Weißzucker und Zuckerrübensirup.

Bis auf die Ernte werden alle anfallenden Arbeiten von uns selbst
durchgeführt. Dadurch können wir für die Qualität und die Sicherheit unseres Getreides garantieren. Von der Saat bis zur Ernte werden alle Arbeiten und Behandlungen genau erfasst und dokumentiert.

Seit einigen Jahren arbeiten wir bereits pfluglos, das heißt: wir bearbeiten den Boden nur noch so tief wie nötig, damit sich ein selbstregenerierender Organismus aufbauen kann. Der Boden hat so die Möglichkeit, sich selbst zu erholen.

Durch unsere Tiere können wir auf einen Großteil an mineralischem Dünger verzichten und ersetzen diesen durch Gülle und Mist mit all den Vorteilen für das Bodenleben.

Unser Getreide wird nach der Ernte direkt auf den Hof transportiert, wo es in Boxen eingelagert wird. Aus den Boxen kann es nun das ganze Jahr über als Futter entnommen werden. Das auf dem Feld verbliebene Stroh wird zum Teil zu Strohballen gepresst und als Einstreu genutzt oder direkt gehäckselt und eingearbeitet.

Eigene Energie

Photovoltaik

Seit 2009 betreiben wir zwei Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtinstallationsleistung von 80 KWp. Das heißt bei voller Sonneneinstrahlung könnten die Solarmodule  eine Leistung von 80 KWh pro Stunde erzeugen. Dies ist aber nur ein theoretischer Wert der fast nie erreicht wird, entweder weil es bedeckt ist, regnet, oder die Module   im Sommer überhitzen und dadurch an Leistung einbüßen.

Dennoch setzen die Module auch bei bewölktem Himmel noch etwa 5 – 20 % der Nennleistung in Strom um. An einem sonnigen Sommertag werden etwa 70 – 80 % Nennleistung aus der Sonneneinstrahlung an Strom gewonnen.
Am Ende des Jahres kommen so zwischen 850 und 1000 KWh pro KWp zusammen.

Die selbst erzeugten KWh werden theoretisch komplett im eigenen Betrieb verbraucht. Das heißt an besonders guten Tagen geben wir Strom ans Netz ab, den wir in strahlungsärmeren Zeiten wieder zurücknehmen.

Inzwischen können wir durch unseren eigenen Solarstrom den Energiebedarf komplett selbst decken.